11. Oktober 2026 | Kesseltaler Streifling und Kleiner Langstiel, Rote Sternrenette und Roter Herbstkalvill… das sind nur vier der über 200 historischen Apfelsorten, die beim Apfel- und Kartoffeltag am 11. Oktober von 10 bis 16 Uhr im Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben in Wolfegg ihren aromatischen Duft verströmen werden.
An diesem Tag dreht sich alles um die vielseitigen Herbstfrüchte und tollen Knollen. Die Mobile Saftmoschte ist vor Ort und die Vorallgäuer Oldtimer Veteranen zeigen, wie die Äpfel zu Großmutters Zeiten verarbeitet wurden. Zudem gibt es über 100 verschiedene Kartoffelsorten zu bestaunen, darunter auch blau- und rotfleischige Erdäpfel, sowie allerhand Informationen zum Mosten, Schnapsbrennen und Obstbaumschnitt. Interessierte können eigene Äpfel zur Apfelsortenbestimmung mitbringen. Um 11 und 15 Uhr lädt die Bestsellerautorin und Landschaftsgärtnerin Simone Kern auf Exkursion über das Museumsgelände, unter dem Motto „Streuobstwiesen – klimaresilient und alltagstauglich“.
Der NDR-Fernsehgärtner Matthias Schuh gibt um 12 Uhr Tipps zur Pflege unserer heimischen Obstbäume. Davor und danach gibt es das Apfel-Tasting.
Der Extrembotaniker Jürgen Feder bietet um 11, 13 und 15 Uhr eine Wildpflanzen-Safari an.
Groß und Klein können sich im Kartoffeldruck versuchen, bei der Kartoffelernte helfen oder Rübengeister schnitzen. Beim Apfelspiel in der Apfelausstellung können die Gäste ausgewählte Äpfel näher kennenlernen und sich selbst in der Bestimmung der richtigen Apfelsorte versuchen. Und wer eine Pause braucht, verweilt am Kartoffelfeuer, lauscht um 14 Uhr Geschichten in der Stube Füssinger oder besucht um 13 und 15 Uhr das Kasperltheater Toldrian.
Im historischen Museumsdorf lockt ein Markt mit zahlreichen Kartoffel- und Apfelständen sowie weiteren regionalen Produkten. Neben Leckereien wie Apfelsaft, Aronia-Produkten und getrockneten Früchten, werden auch Saatgut, ganze Obstbäume und allerlei Dekoratives für Haus und Garten angeboten. Im Hof Reisch lockt die große Apfelausstellung mit zahlreichen Hintergrundinfos rund um die unterschiedliche Verwendung der verschiedenen alten Apfelsorten. Der Maler Andreas Scholz stellt dort Apfelgemälde aus und begeistert beim Schaumalen. Interessierte können sich von der Kunst der Nähzeichnerin faszinieren lassen oder den Landfrauen beim Krautstampfen über die Schulter schauen.
Ein Tipp für alle Besucherinnen und Besucher: Die Apfelexperten Wolfgang Lau und Klaus von Bank stehen vor Ort zur Sortenbestimmung zur Verfügung. Dazu können die Gäste gerne eigene Äpfel aus dem heimischen Garten mitbringen. Mit drei bis vier gut ausgereiften Früchten mit Stiel, die nicht abgewischt oder poliert worden sind, wird die Sorte kostenfrei bestimmt.
Ob Apfeldinnede oder Apfelküchle, Bratkartoffeln, Kartoffelgratin oder Schnitzel mit Kartoffelsalat – es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch die Museumsgaststätte im Fischerhaus lädt an diesem Tag herzlich zum Verweilen ein. Einzelne Programmpunkte können dank der Förderung der Kreissparkasse Ravensburg in Gebärdensprache übersetzt werden.